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Modernisierung Hochleistungskorridor Hamburg-Berlin

Umfangreiches Bauprogramm für Strecke und Bahnhöfe

Im Rahmen der Korridorsanierung hat die DB InfraGO in sehr guter Zusammenarbeit mit ihren Baupartnern ein enormes Bauprogramm umgesetzt. Gleise, Weichen, Lärmschutzwände und Stellwerke wurden dabei umfangreich erneuert. Die Stellwerke und Achszähltechnik wurden dabei für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Während die Arbeiten zwischen Hamburg und Hagenow Land abgeschlossen sind, befinden sie sich zwischen Hagenow Land und Berlin-Spandau auf der Zielgeraden.

Auch die Bahnhöfe entlang der Strecke hat die DB InfraGO – teilweise grundlegend – modernisiert. Im nördlichen Streckenabschnitt hat die DB InfraGO die Bahnhöfe Hamburg-Bergedorf, Schwarzenbek, Müssen, Büchen, Schwanheide, Boizenburg (Elbe), Brahlstorf, Pritzier und Hagenow Land modernisiert und attraktiver gestaltet. Je nach Zustand des Bahnhofs hat die DB verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof und im Bahnhofsumfeld zu verbessern: Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Die Expert:innen haben viele Bahnhöfe dabei ganzheitlich entwickelt – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder. 

In einem zweistufigen Inbetriebnahmekonzept wurde am 15.05.zunächst der Nordabschnitt, die Strecke zwischen Hamburg und Hagenow Land/Schwerin in Betrieb genommen. Die zweite Stufe der Inbetriebnahme umfasst dann die gesamte Strecke zwischen Hamburg und Berlin.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Der außergewöhnlich starke und langwierige Wintereinbruch in Norddeutschland hat unsere eingeplanten Zeitpuffer aufgebraucht. Das ärgert uns mindestens genauso sehr wie alle betroffenen Reisenden und Güterverkehrskunden, für deren Geduld wir uns ausdrücklich bedanken wollen. Wir haben gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen alles versucht, um die Verzögerungen so gut wie möglich aufzuholen. Das ist uns bedauerlicherweise trotz gewaltiger Anstrengungen aller Beteiligten nicht ganz gelungen. Das zweistufige Inbetriebnahme-Konzept ermöglicht die auch weiterhin dringend notwendigen Baumaßnahmen angrenzender Strecken.“

Bildmaterial: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang